Reisebericht

Tagesbericht vom 27.07.2010

Für heute haben wir uns nichts besonderes vorgenommen. Der Tag beginnt heiƟ und schwül. Als wir gestern Abend hier ankamen, war der Parkplatz mit Autos besetzt. Sir James musste sich ganz dünn machen. Er konnte sich gerade noch an der Seite der Einfahrt hinstellen. Unter den neuen Gästen sind auch vier junge Schweizer. Die Schweizer scheinen ein reisefreudiges Volk zu sein. Von keiner anderen Nation haben wir hier so viele Touristen getroffen wie aus der Schweiz. Auch die beiden Velofahrer aus Grossbritannien, Nic und Jon, denen wir beim Grenzübertritt von Russland in die Mongolei geholfen haben, sind im 'Oasis' eingetroffen. Ich bewundere deren Leistung! Ich schwatze mit den Schweizern, mit Nic und Jon und den anderen Neuankömmlingen . Ich fühle mich fast wie ein Russischer Polizist: alle frage ich, woher sie kommen und wohin die Reise noch gehen soll. Es ist interessant die unterschiedlichsten Reiserouten zu erfahren. Selbstverständlich tauschen wir auch Erfahrungen aus und erzählen gegenseitig die spannendsten Erlebnisse.
Bobo nimmt die Gelegenheit wahr, und reinigt den Kühlergrill von Sir James mit dem Druckluftgerät von Renés Schreinerei, (René ist der Hausherr). Sämtlicher Sandstaub geht bei dieser Gelegenheit vom Kühlergrill auf Bobo über! Wir hoffen, Sir James fühlt sich dafür wieder richtig wohl und freut sich auf Steigungen ohne gleich ins Schwitzen zu geraten. Bobo und die Kleider sind unterdessen schon wieder gewaschen und trocken.

Am Abend beobachten wir von der Terrasse des Oasis-Restaurants wie ein Kran einen Lastwagen hoch in die Luft hebt. Neugierig wie ich bin, muss ich dieses Schauspiel aus der Nähe betrachten. Und so komme ich zum Bild des Tages: ein Lastwagen mit Anhänger auf einem anderen Lastwagen, huckepack sozusagen. Unvorstellbar, dass man so herumfahren kann. Aber die Mongolen, die können das!

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