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Tagesbericht vom 19.08.2002

Heute ist ein ganz spezieller Tag: Meine Haare sind tatsächlich bereits so lang, dass ich sie zu einem Pferdeschwanz binden kann. Nein, nein, nicht die Haare von Bobo. Damit ihm nicht das gleiche Schicksal widerfährt schneide ich ihm seine Haare alle paar Monate ab.

Um die Mittagszeit treffen wir in Whitehorse ein. Wir suchen die Garage auf, in der wir vor vierzehn Tagen gut bedient worden waren. In der Zwischenzeit hat Sir James mit uns etwas mehr als 5000 Kilometer zurückgelegt. Daher gönnen wir ihm wieder einmal einen Ölwechsel und etwas Schmiere. Aber was müssen wir feststellen: beide Lifte in der Garage sind besetzt. Doch der Mechaniker beruhigt uns: in einer Viertel Stunde könne er sich James widmen. Die anderen Garagen (und auch die meisten Geschäfte) hätten geschlossen, denn es sei heute ‚Yukon Tag'. Wir geben unseren letzten Ersatzölfilter und Ersatzdieselfilter her. Den Nachschub müssen wir noch irgendwie organisieren.

Und weiter geht die Fahrt auf dem Alaska Highway Richtung Watson Lake.
Übrigens: was in der weiten Welt geschieht, wissen wir nicht. Wir sind schon seit Wochen ohne Natelverbindung. Auch das Autoradio empfängt nur äusserst selten einen Sender. Hie und da erhaschen wir eine Zeitungsschlagzeile. Selbstverständlich könnten wir ab und zu eine Zeitung kaufen oder uns im Internet orientieren, aber wir fühlen uns ganz wohl ohne Nachrichten. Meistens sind es sowieso nur negative Meldungen. Wir halten uns an den Ausspruch: ‚no news are good news'.
Fast ironisch wirkt dieser Satz : Wir kommen an eine Unfallstelle. Ein mit Eisenbohrstangen beladener Lastenzug liegt fünf Meter unterhalb der Strasse. Die Führerkabine ist völlig zerstört. Die zwanzig Meter langen Eisenröhren liegen weit verstreut im hohen Gras. Wir fragen, ob wir helfen können. Nein, ist die Antwort, Hilfe sei unterwegs. Und doch: Unser Highjack wird benötigt. Es wird versucht, die Kabinentür aufzuwuchten, um den eingeklemmten Fahrer zu retten. Verschiedene Helfer bemühen sich. Auch ein Arzt ist zur Stelle. Nach einiger Zeit, kann der leblose Körper eines Mannes aus dem Wrack gezogen werden. Die Reanimationsversuche des Arztes nützen nichts mehr... Das Krankenauto kommt – vergeblich - nach zwei Stunden... So weit weg ist die nächste grössere Ortschaft!

Wir sind ein bisschen bedrückt. Verschiedene Gedanken über Leben und Tod gehen mir durch den Kopf. Ich bin froh, auf unserer Reise zu sein und jeden Tag in vollen Zügen zu geniessen!
Nun genehmigen wir uns einen Whisky an Position Nord 60° 5' 14.1“ und West 130° 36' 23.2“ auf dem Ranchiera RV Park. Eigentlich wollte ich hier wieder einmal unsere Wäsche waschen. Aber die Waschmaschinen lassen nur waschen mit kaltem Wasser zu. Darum lasse ich es bleiben und warte auf die nächst bessere Gelegenheit. Nachdem wir in Whitehorse Kalbfleisch gefunden haben, gibt es ‚Geschnetzeltes Zürcherart'. Heute aber mit Nudeln, denn die Rösti aus der Schweiz möchten wir noch ein bisschen aufbehalten. Neben den Vögeln und Insekten interessieren sich sogar die Zeltplatznachbarn für den guten Geruch in der Luft.

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