Reisebericht

Tagesbericht vom 07.09.2010

Was wir gestern im Wal-Mart gesehen haben, kaufen wir heute ein. Wir benötigen Esswaren und Getränke für mehrere Tage. Leider haben die Büchsen des chinesischen Tonicwater der Marke 'Watson' irgendwann zu warm gehabt. Sie sind alle gebläht. Schweren Herzens lasse ich sie im Gestell stehen. Die nächste grössere Stadt 'Suzhou' werden wir gemäss Reiseplanung in einer Woche erreichen. Wir beabsichtigen, dort wieder in einem Hotel zu übernachten. Eine lange Hygiene-Durststrecke steht uns bevor. Da ist es tröstlich zu wissen, dass wir zumindest genügend Essen und Getränke, inklusive Wein Bier und Whisky, an Bord haben.
Die Wetterprognosen für die nächsten Tage sind schlecht. Regen ist angesagt. So freuen wir uns denn, dass wir bei mit Smog bedecktem Himmel noch ohne Regen vor Feuchtigkeit triefend nass sind. Im Lushan Nationalpark (shan = Berg), den wir am Mittag erreichen werden, wird das Klima bestimmt angenehmer sein.
Seit anfangs September sind die Sommerferien für Schüler und Studenten vorbei. Dies hat zur Folge, dass bedeutend weniger Touristen die verschiedenen Sehenswürdigkeiten Chinas aufsuchen; sehr angenehm für uns.
Sir James windet sich brav die kurvenreiche Strasse nach Lushan hoch. Höhendifferenz etwa 1'000 Meter. Die Kimaanlage allerdings will er nebst der Anstrengung nicht auch noch betreiben. Über kurz oder lang darf auch dieser Berg, wie viele andere Berge, die wir bis jetzt besucht haben, sowieso nicht mehr mit dem eigenen Fahrzeug befahren werden. Ein grosser Busparkplatz ist bereits im Bau. Wir besuchen das Lushan Museum. Das Museumsgebäude war einst die Residenz von Mao. Die Anlage, Gebäude und Park, sind grosszügig angelegt. Der quadratische Bau mit begrüntem Innenhof.wurde im Schatten von Bäumen unweit eines Sees gebaut. Die Villa ist nicht prunkvoll, ganz wie es sich für einen kommunistischen Führer gehört. Eine offene Wandelhalle umgibt das ganze Gebäude. Die einzelnen Räume sind hell, gross und hoch, im Schatten der Bäume unweit eines Sees gebaut. In einer Residenz wie dieser lässt sich gut leben.

Im Konferenzzentrum hat Mao in den sechziger und siebziger Jahren wichtige Konferenzen der Kommunistischen Partei abgehalten und diverse Gäste empfangen.

Bald werden wir uns als Fernsehstars ebenfalls eine solche Villa als Zweitwohnsitz leisten. Wir sind nämlich soeben vom (leider nur lokalen) Lushan Fernsehen entdeckt, gefilmt und interviewt worden. Eine lustige Episode.

Susanna fragt die umstehenden Leute, wo wir die Nacht verbringen könnten: im Botanischen Garten, ist die übereinstimmende Antwort. Dies sei aber erst nach 20:00 Uhr möglich. Erst dann werde das Gate zum Garten nicht mehr bewacht und sei offen. Wir suchen einen provisorischen Platz, an welchem Bobo feine Güggelibeinchen bratet. Um 19:30 Uhr gibt uns ein Wächter grünes Licht für die Einfahrt in den botanischen Garten. Es ist idyllisch hier, nur etwas schwül.

Position Nord 29° 32' 49.9'' und Ost 115° 57' 52.3''

Top