Reisebericht

Tagesbericht vom 17.10.2014

Wir haben den Campingplatz gefunden. Den Campingplatz des CCB Camping Clube do Brazil in Curitiba. Er ist ganz einfach an der Position S 25° 22' 34.2" W 049° 09' 48.3". Das ist dort, wo die Brasilianer die alte Strasse zur Autobahn ausbauen! Wer einen Weg durch die Baustellen sucht, der findet ihn auch. Aber nur mit immenser Geduld. Denn wie immer in Brasilien ist nichts angeschrieben. Man ist auf die Elektronik angewiesen.

Dabei hat der Morgen doch so schön begonnen. Endlich heisst es wiedereinmal „guten Morgen“. Der Ausstellungsplatz von Pomerode wird mit deutscher Gründlichkeit gesäubert. In der Halle wird geturnt. Wir stücken unser Früh bei knappem Sonnenschein. Die Welt ist noch in Ordnung. Die Nacht war eigentlich ein bisschen ein Stress. Neben dem Verkehr auf der gepflasterten Strasse, gab es doch noch diesen Nightclub 'WOX'. Die Musik lies uns bis 00:30 Uhr nicht einschlafen. Dem Nachtwächter war es auch langweilig. Er unterhielt sich mit lauter Stimme mit Jemandem. Aber sonst war es ruhig. Fremde Länder – fremde Sitten. Bei Null Tarif, ist alles gestattet.
Um 11:00 Uhr machen wir uns auf. Zuerst in die Apotheke von Pomerode. Ich brauche dringend eine Voltarensalbe, denn seit zwei Wochen verspüre ich Gelenkschmerzen. Wie schon vor einiger Zeit zu Hause wirkt das bestimmt. In dieser Stadt können wir in der Apotheke Deutsch sprechen, darum kaufen wir die Salbe hier. Liseli kauft sich eine brasilianische Sim-Karte für ihr Telefon. (Das ist neuzeitlich. In diesem Geschäft spricht niemand Deutsch). Jetzt sind wir sogar unterwegs mobilkommunizierend. Man weiss ja nie, wenn man dieses Ding braucht.
Der Verkehr ist immens. Ich bin froh sind wir nicht in der Hauptsaison unterwegs. Von Pomerode geht es nach Joinville, und weiter nach Curitiba. Entlang unserem Reiseweg kommen wir von einer Stadt zur andern und überall wird das Oktoberfest gefeiert.
In Curitiba besuchen wir den Walmart-Store. Das hätten wir besser unterlassen. Denn von hier aus gibt es keinen Weg mehr zurück zu Autobahn 116. Wir irren umher bis uns das Nüvi mit langem Anlauf endlich wieder zurückführt. Auch hier wird gebaut und gebaut. Und das Nüvi weiss von all dem auch nichts. Autobahneinfahrten sind gesperrt, Die neue Strasse wurde auf ein neues Trasse verlegt. Ausfahrten führen ins Nichts. Und so weiter ... Geduld und Nerven sind angesagt. Besonders wenn es wieder zu Regnen beginnt.

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