Reisebericht

Tagesbericht vom 12.01.2002

Wir sind frisch geduscht und haben auch wieder die Haare gewaschen. Das Wetter ist herrlich. Sir James ist auch noch da, dank Drinkgeld und Kugelschreiber. Zwar möchte der Wächter lieber Kaugummi. Wir haben keinen dabei und erklären ihm, das sei schlecht für die Zähne. Er antwortet, der Kaugummi wäre auch nicht für ihn, sondern für seine Kinder.
Wir spielen eine schöne Runde Golf; dank Caddy ohne Ballverlust, Dann verstaut Bobo die Golftaschen wieder in der langen Kiste auf dem Dach von Sir James und weiter geht die Reise südwärts.
Die Landschaft ist interessant und die Dörfer am Strassenrand sind einfach aber ziemlich neu und sauber. Plötzlich stauen sich vor uns die Autos. Eine Polizeikontrolle der strengeren Art, mit Nagelketten über die Strasse. Uns lässt die Polizei unkontrolliert passieren. Nach längerer Fahrt werden wir hupend von einem Peugot Kleintransporter mit französischem Kennzeichen überholt und etwas später angehalten. Marco aus Frankreich stellt sich vor. Natürlich möchte er wissen, wohin wir fahren und natürlich fahren auch sie Richtung Senegal. Allerdings haben sie anscheinend Jemanden dabei, der die Strecke nun schon zum dritten Mal fährt und sich auszukennen scheint. Wir werden uns in Dakhla spätestens wieder treffen. So, jetzt gehören wir also auch dazu, zu den echten Globetrottern, so fühlen wir uns wenigstens.

Solange es noch Tag ist suchen wir ein Plätzchen in der freien Natur für dieNachtruhe. Wir sind jetzt auf Position Nord 29° 14' 13.9“, West 9° 45'4.9“, südlich von Tiznit und auf einer Höhe von 1000 Meter über Meer.
Der Himmel hängt voller Sterne. Zum Essen gibt es Rösti mit Spiegelei, und aus den Boxen ertönt die Synfonie Nr.6 „Patethik“ von Beethoven. Bobo trinkt noch einen Whisky (der muss noch weg vor Mauretanien), Liseli schreibt ausnahmsweise auch einmal am Bericht und die Standheizung bereitet uns auf die Nachtruhe vor. Im Moment könnte es nicht schöner sein.

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