Reisebericht

Tagesbericht vom 21.11.2002

Der Stress fängt schon am Morgen an. Der von Mrs. Jessy von Maersk versprochene Anruf um 10:00 Uhr erfolgt natürlich nicht. Um 11:00 Uhr erfahren wir dann, dass der Finanzchef sich als nicht zuständig für die Korrektur des Einreisedokuments betrachtet. Wir müssen zur Polizei in Panama City, auf das Amt, welches für die Zulassung von Motorfahrzeugen zuständig ist. Jessy empfiehlt uns, mit einem Taxi hinzufahren, da wir das Office sonst nicht finden und zuviel Zeit verlieren würden. Also nehmen wir ein Taxi durch den chaotischen Verkehr von Panama City.
Im Polizeirevier spricht niemand Englisch. Aber sofort anerbieten sich uns wildfremde Leute, uns zu helfen. Zu dumm nur, dass wir Sir James im Hotel zurückgelassen haben. Der Polizeibeamte muss nämlich wieder kontrollieren, ob die Fahrzeugdokumente auch mit dem Fahrzeug übereinstimmen. Da nützt alles lamentieren von mir nichts. Wir müssen mit dem Taxi zurück ins Hotel und Sir James holen. Dann fahren wir, dem Taxi folgend, zurück auf die Polizeistation. ... Und die Zeit läuft ... Nur wir scheinen es eilig zu haben. Sir James muss bis spätestens 18:00 Uhr verladen sein, sonst fährt das Schiff ohne ihn ab. Die Beamten haben Zeit, viel Zeit. Endlich kontrolliert der Beamte Sir James. Er scheint befriedigt zu sein. Er füllt verschiedene Formulare aus, schreibt etwas in den Computer, macht ein paar Stempel, schickt uns in ein anderes Büro, wo wieder ein Brief geschrieben und abgestempelt wird. Dann um 13:30 Uhr ist es endlich soweit. Wir haben irgend ein neues Dokument in Händen, das besagt, dass wir Sir James von der Firma Maersk nach Spanien verschiffen dürfen. Die Bewilligung gilt ab heute für acht Tage. Das alte, falsche Dokument, hat niemanden mehr interessiert und wurde daher auch nicht korrigiert.

Um 15:00 Uhr sind wir mit Sir James und allen Dokumenten wieder im Containerhafen Manzanillo. Die Leute kennen uns schon. Von da an geht alles Schlag auf Schlag. Um 16:00 Uhr ist Sir James in der Kiste – in der richtigen, hoffen wir. Warum wir das erwähnen? Der Beamte weist nämlich Sir James anfänglich in einen bereitstehenden Container von ‚China Shipping' ein. Erst als wir darauf hinweisen, dass unserer Carrier ‚Maersk' ist, darf Sir James in den daneben bereit stehenden ‚Maersk' Container. (Der Container von China Shipping war für einen anderen Toyota LandCruiser, der nach Kingston, Jamaica, verfrachtet werden sollte, bestimmt.) Bobo versiegelt den Container eigenhändig. Wir haben es schlussendlich heute doch noch geschafft und sind selbst auch geschafft.

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